Dipl.- Ing. Karsten Sommer
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Expertenrat vom Verband Privater Bauherrn

15.07.2021

Manche Firmen nehmen Armierung nicht ernst genug!

Beton gehört zu den wichtigen Baustoffen beim Hausbau. Damit ein Fundament, eine Wand, eine Stütze oder eine Decke aus Beton Lasten und Kräfte ableiten kann, wird der Beton mit Stahl bewehrt. Wie viel Stahl an welcher Stelle in den Beton eingelegt werden muss, errechnet der Statiker in der Planungsphase. Nach seinen Berechnungen und den dazugehörigen Bewehrungsplänen wird dann auf der Baustelle die Armierung (oder Bewehrung), also das räumliche Gitternetz aus Stahlstäben und Stahlmatten hergestellt. So die Theorie. Die Erfahrung der Sachverständigen im VPB zeigt jedoch: Häufig wird zu wenig Baustahl verwendet! Das Haus ist dann nicht so standfest wie vorgesehen, schlimmstenfalls sogar einsturzgefährdet. Indizien für den eventuell leichtfertigen Umgang der Baufirma mit Material sind Stahl- oder Mattenbündel, die nach Abschluss der Arbeiten noch auf der Baustelle herumliegen. Da Stahl teuer ist, ist es unwahrscheinlich, dass größere Stahlmengen als nötig bestellt werden. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass dieser Stahl nicht eingebaut wurde. Er fehlt dann an Stellen, an denen er zur Lastabtragung vorgesehen war – im Beton. Damit es soweit gar nicht erst kommt, können Bauherren zweierlei tun: Zuerst die Pläne und Berechnungen und später auch die Baustelle regelmäßig von unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen.

Admin - 10:09:23 | Kommentar hinzufügen

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