Dipl.- Ing. Karsten Sommer
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Expertenrat vom Verband Privater Bauherrn

16.08.2021

Bei der Auswahl des Baugrundstücks Extremwetterlagen mitkalkulieren

Der Klimawandel ist nicht aufzuhalten und wird auch für private
Bauherren und Eigentümer konkret. Die Überflutungen an Ahr und Erft im
Juli haben sehr deutlich gemacht, mit welchen Extremwettereignissen zu
rechnen ist. Viele Bürgerinnen und Bürger in den Überflutungsgebieten müssen
große Schäden oder gar den kompletten Verlust ihres gesamten Hauses
samt Hausstand zu verkraften. Vor diesem Hintergrund weist der Verband
Privater Bauherren (VPB) darauf hin, wie bedeutend die Wahl des Baugrundstücks
ist. „So reizvoll Grundstücke am Wasser auch sind – die Gefahren
eines Ufergrundstücks oder in der Nähe von Bächen und Flüssen sollte man
bei der Wahl des Baugrunds unbedingt vor Augen haben. Neben der topographischen
Lage sollten angehende Bauherren auch viele weitere ortsspezifische
Faktoren gemeinsam mit Experten bewerten“, so VPB-Hauptgeschäftsführerin
Corinna Merzyn. Auch beim Kauf von Bestandsimmobilien sollte man
dies beachten. Überschwemmungsgebiete seien in den Flächennutzungsplänen
zwar festgehalten und das Bauen dort grundsätzlich nicht möglich. Viele
Bauten seien aber mit wasserschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigungen gestattet
worden. Auch Grundstücke in Hanglagen seien eingehend zu betrachten:
Schnell wird die Straße bei Starkregen zum reißenden Bach, in Tieflagen
sammelt sich das Wasser, an Hängen stürzen die Fluten hinab. Übliche
Fließrichtungen drehen sich, aus den Kanaldeckeln quillt das Wasser und
durch die Kellerfenster stürzt es ins Haus – Hochwasserereignisse, die unabhängig
von der Nähe zu Bächen und Flüssen an Hanglagen möglich sind.
Aber auch Gefahren durch Starkwind oder Dürreperioden sollten frühzeitig
bedacht und mit Expertenwissen beurteilt werden. Unabhängige Bausachverständige
im VPB beraten zu Alternativen und Schutzmaßnahmen und bieten
eine eingehende Analyse an.

Admin - 15:46:47 | Kommentar hinzufügen

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