Dipl.- Ing. Karsten Sommer
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Expertenrat vom Verband Privater Bauherrn

16.08.2021

Immobilie auf Unwetterfolgen vorbereiten

Nach vielen Jahren mit heißen und oft zu trockenen Sommern haben wir dieses Jahr
wieder eine an Gewittern reiche Jahreszeit. Nahezu überall sind kräftige Unwetter
über das Land gezogen und haben zum Teil riesige Schäden hinterlassen. Nicht gegen
alles kann man sich schützen, aber sein Haus auf vieles vorbereiten. Dazu gehören
ganz banale Dinge wie die regelmäßige Reinigung der Dachrinnen und Dachabflüsse,
die Überprüfung der Dacheindeckung - am besten durch einen Fachmann. Auch im
Keller sollte überprüft werden, ob die Rückstauklappe funktioniert und so bei
überlasteter Kanalisation einen wirksamen Schutz bietet. Wenn es keine gibt, ist es
ratsam, einen Installateur mit dem Einbau zu beauftragen. Sie schützt bei den nun
häufigeren Starkregenereignissen vor überschwemmten Kellerräumen. Auch Ihren
Versicherungsschutz sollten Sie überprüfen. In vielen Fällen sind Folgen von
Unwettern, etwa Schäden durch auf das Haus gestürzte Bäume, nicht versichert. In
den letzten Wochen für viele eine bittere Erfahrung: Wenn Wasser in den Keller oder
das Haus läuft, also sogenanntes Oberflächenwasser wie Regenwasser oder Flüsse
und Bäche, die über die Ufer treten, zahlt die Hausratversicherung meist nicht.
Eine Zusatzversicherung gegen Elementarschäden ergänzt Ihre Wohngebäude- oder
Hausrat-Versicherung. Von großer Bedeutung nach Extremereignissen, mit denen wir
im Zuge des Klimawandels häufiger rechnen müssen, kann die private Haftpflicht-
Versicherung sein. Fällt durch das Unwetter ein Baum auf dem eigenen Grundstück
und trifft dieser einen Passanten, das Fahrzeug der Nachbarn oder deren Zaun, zahlt
die Versicherung des selbstnutzenden Besitzers an den Geschädigten. Bei
vermieteten Ein- oder Mehrfamilienhäusern wird der Schaden durch die
Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung reguliert.

Admin - 15:48:37 | Kommentar hinzufügen